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VORBEREITUNG

Immer wieder werde ich gefragt, wie man so eine lange Reise überhaupt vorbereitet. Dazu ein paar Anregungen besonders für Leute, die vielleicht eine Reise ähnlicher Art planen.

Dabei ist zu beachten, dass sich meine Tipps grundsätzlich auf Langzeitreisen beziehen. Für kürzere Unternehmungen kann vieles wieder anders aussehen.

 

Winterthur Schweiz

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Körperliche und psychische Vorbereitung
Für mich war das Trainieren nie ein Thema, weil ich im Alltag schon ständig Velo fahre und daher in guter körperlicher Verfassung bin. Aber auch weniger trainierte Leute brauchen sich keine grossen Sorgen zu machen. Ein spezielles Training ist meiner Ansicht nach kaum nötig, denn sobald man mal unterwegs ist, stellt sich die Fitness bald von selbst ein. Andererseits trägt eine zumindest eine gewisse Grundausdauer von Anfang an erheblich zur Freude am Fahren bei.

Für manche Leute mag auch die körperliche Abhärtung mit zur Vorbereitung gehören. Auch dies kann man meiner Meinung nach getrost sein lassen. Während des Winters in einer Blockhütte im Innern Alaskas zum Beispiel haben wir uns mit der Zeit so sehr an die Kälte gewöhnt, dass wir gegen Frühjahr, als die sich die Temperatur zum ersten Mal wieder im Bereich um 0°C bewegte, dies schon als angenehm warm empfanden und uns im T-Shirt draussen aufhielten.

 
   

Weiter sollte man sich, zumindest falls man plant gelegentlich im Zelt zu übernachten, grundlegende Outdoorkenntnisse aneignen. Am Wichtigsten für längere Unternehmen finde ich, dass man diese Fertigkeiten schon mal angewendet hat und mit dem Material vertraut ist, also dass man weiss wie man das Zelt aufstellt oder den Kocher anheizt. Leute, die zu einer längeren Veloreise aufbrechen und beim Start zum ersten Mal auf ihrem neuen Gefährt sitzen, kann ich beim besten Willen nicht verstehen!

Zudem soll bei einer solchen langen Reise das Entscheidende sowieso im Kopf ablaufen. Wichtiger als viele Muskeln ist also viel eher, dass man ein klares Ziel vor Augen hat und vor allem auch unter widrigen Umständen gewillt ist, dieses Ziel um jeden (vernünftigen) Preis zu erreichen!

Weiter sind gewisse Kenntnisse sicherlich von Vorteil, zumindest grundlegende technische Kenntnisse des eigenen Velos und seiner Eigenheiten sind je nach bereistem Gebiet sogar entscheidend. Ich habe das Meiste selbst gelernt indem ich möglichst alle Reparaturen und Wartungsarbeiten selbständig ausgeführt habe und sonst wenigstens mal dem Mechaniker ein wenig über die Schultern geschaut habe. Doch liest man auch immer wieder von Leuten, die vor Antritt der Reise kaum in der Lage waren, einen Platten selbst zu reparieren und sich dann erst unterwegs zu wahren Profis entwickelt haben!

Winterbiking

 
     

Material
Für lange Reisen ist das richtige Material von entscheidender Bedeutung. Wo man für einen Wochenendausflug gut ein paar Kompromisse eingehen kann, würde ich bei längeren Unternehmen unbedingt davon abraten. Gerade wenn man abgelegene Gebiete besucht, hängt Vieles von der Zuverlässigkeit und Funktion der verwendeten Ausrüstung ab.

Doch auch die beste Ausrüstung nützt einem nichts, wenn man nicht damit umzugehen weiss, wie ich schon oben beschrieben habe. Deshalb unbedingt vor Antritt der Reise alles schon mal testen, und zwar nicht nur unter optimalen Bedingungen!

 

 

     
Informationen  

oben

   

Im Vergleich zu Kurzaufenthalten kann man sich bei mehrmonatigen Reisen durch verschiedene Länder schlecht vorgängig mit all den Eigenheiten der zu bereisenden Gebiete vertraut machen. So ziehe ich bei den Reisevorbereitungen selten einen Reiseführer zu Rate, denn die Informationen, die man darin findet, sind vor Antritt eines Langzeitaufenthaltes meist sowieso zu detailliert und zu sehr auf Ferienaufenthalte bezogen. Informationen zu Attraktionen, Übernachtungsmöglichkeiten, usw. also, die man bei Bedarf auch vor Ort einfach erfährt.

Sinnvoller finde ich, wenn man sich mit grundsätzlicheren Dingen wie Kulturen, Religionen, geschichtlichen Hintergründen und geografischen Eigenheiten befasst. Gerade wer mit dem Velo unterwegs sein wird, informiert sich besser darüber, wo einen Gebirge und hohe Pässe erwarten oder zu welcher Jahreszeit günstige Bedingungen herrschen, über Einreisebestimmungen und mögliche Grenzübertritte, usw.

   
     

Für die Planung meiner Veloreise habe ich, nachdem die Route einmal ungefähr feststand, versucht herauszufinden zu welcher Jahreszeit ich am Besten in den Ländern mit den extremsten klimatischen Bedingungen unterwegs sein sollte. So habe ich darauf geachtet, möglichst nicht während der Monsunzeit in Südostasien zu sein oder eine Überquerung von grösseren Gebirgszügen im Winter zu vermeiden. Daraus abgeleitet habe ich einen ungefähren Zeitplan und somit schliesslich das Datum für den Start der Reise festgelegt. Natürlich geht es schlussendlich nie ganz auf und so lässt es sich bei meiner Tour beispielsweise nicht vermeiden, dass ich im Winter in Mitteleuropa starten und später dann im Hochsommer durch die Wüstengebiete Zentralasiens fahren werde.

Kartenstudium ist ein wichtiger Teil
der Vorbereitung

   


Die Umfangreichste Quelle für Informationen aller Art ist heutzutage natürlich das Internet. Wer genügend Zeit investiert, kann praktisch alle gewünschten Informationen abrufen. Besonders geeignet nebst spezifischen Infoseiten zu einzelnen Ländern und Gebieten, sind die Reiseforen, in denen alle erdenklichen Themen diskutiert werden und man auch gezielt Fragen stellen kann. Wichtig dabei ist das Bewusstsein, dass es sich jeweils um subjektive Meinungen handelt und diese nicht allgemein gültig sein müssen. Je mehr Einträge zu einem Thema vorhanden sind, desto eher besteht die Möglichkeit, dass man sich ein objektives Bild zum gewünschten Thema machen kann.

Ebenfalls von unschätzbarem Wert für die Vorbereitung sind natürlich die Seiten von Leuten, die schon ähnliche Reisen unternommen haben, in meinem Fall also andere Langzeitvelotourer. Auf diesen Websiten findet man zum Teil sehr detaillierte Informationen wie beispielsweise Streckenbeschreibungen (Roadbooks) von schwierigen Routen, Ausrüstungslisten, und viele weitere Details.

Eine Auflistung solcher Seiten finden sie in meiner Linksammlung.

   
     

Sponsoren und Medien
Bisher war ich immer sehr skeptisch gewesen gegenüber einer Vermarktung meiner Reisen in irgendeiner Form und habe es deshalb auch nie probiert.

Für diese Reise habe ich aber doch einmal versucht, einen Teil der Kosten über Sponsorings zu decken. Dazu habe ich ein ausführliches Dossier über meine Reisepläne und mögliche Gegenleistungen meinerseits verfasst und dies an über 50 Firmen in der Schweiz und Deutschland verschickt. Wie erwartet erhielt ich oft zur Antwort, dass sie täglich solche Anfragen bekommen oder nur Projekte bestimmter Art unterstützen. Trotzdem war ich auch überrascht von der Anzahl positiver Antworten. Meist kamen diese in Form von Zusagen für Ersatzmaterial und Serviceleistungen von gewissen Fahrradteilen, die an meinem Velo vertreten sind. Dabei erwarteten die meisten Firmen kaum nennenswerte Gegenleistungen, abgesehen von ein wenig Werbung in Form von Links auf meiner Website.

Schliesslich verschickte ich meine Unterlagen noch an einige Regionalzeitungen, um auch ein wenig in den Medien vertreten zu sein. Damit kann ich zumindest all denen eine kleine Freude bereiten, die meine Reise von zu Hause aus mitverfolgen und vielleicht über keinen Internetanschluss verfügen.

Eine Sammlung von erschienenen Beiträgen finden sie fortlaufend unter
Presse.

   
     
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