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Zur Zeit unterwegs:
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Velotour Schweiz - Asien 2006/07 Alleine und aus eigener Kraft um die halbe Welt
Die Idee
Die Reise |
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Mittlerweile ist es Sommer geworden und bei der Fahrt am Rande der Wüste Dasht-e-Kavir im Iran und der Durchquerung der Garagum Tiefebene in Turkmenistan erlebe ich was es heisst, Temperaturen von gegen 50° C oder gar einem Sandsturm zu trotzen. Immerhin kann ich so ein kleines Bisschen die Schwierigkeiten der Kamelkarawanen zu Zeiten Marco Polos und der Seidenstrasse nachvollziehen, während ich in den ehemals wichtigen Handelsstädten Buchara und Samarkand und später in Kashgar selbst noch einen Hauch von Seidenstrassenromantik erlebe. Nach einem Vorgeschmack auf dem Pamir Hochplateau geht es bald in die Höhen der westtibetischen Hochebene hinauf und zum ersten Mal auf der Reise gelange ich nahe an meine Grenzen. Extreme Höhe, schlechte Pisten, Einsamkeit, Kälte und ein äusserst knappes Angebot an Essen lassen die Fahrt durch diese lebensfeindliche Region zu einer harten Probe werden. Doch meine Strapazen werden auch belohnt mit unvergesslichen Ausblicken auf die Bergriesen der Himalaja Kette und einem unvergleichlichen Gefühl beim Erreichen der Stadt Lhasa. Erst im Südwesten von China in der Provinz Yunnan lässt die Höhe der Berge langsam nach, nicht aber deren Häufigkeit. Bis weit nach Laos hinein zieht sich dieses unzugängliche und noch überraschend ursprüngliche Hügelland weiter. Im Süden Chinas fahre ich oft durch traditionelle Dörfer, wo die Frauen bunte Alltagstrachten tragen und auch in Laos scheinen viele Menschen noch auf ursprüngliche aber auch sehr einfache Weise zu leben. Nicht selten beobachte ich Familien, wie sie morgens vor dem Haus um ein Feuer sitzen und dabei Mäuse und Schlangen an einem Spiess über die Glut halten… laotisches Frühstück! Weihnachten und Silvester feiere ich zusammen mit ein paar anderen Velotourern, wenn auch in der tropischen Umgebung die passende Stimmung nicht recht aufkommen mag. Danach ist es bloss noch ein Katzensprung bis nach Bangkok, und ich lege zum Schluss einen richtigen Endspurt durch das eintönige Flachland in der weiteren Umgebung der Metropole ein. Gross ist die Freude als ich schliesslich mein Ziel erreiche, worauf ich nun ein ganzes Jahr hingearbeitet habe und das mir in schwierigen Situationen oft zur Motivation geholfen hat. So gönne ich mir im ruhig gelegenen Haus meiner Freunde erst einmal eine ausgedehnte Pause, während ich mich gleichzeitig schon um die Weiterreise kümmere. Schon länger habe ich entschieden, dass ich von Bangkok noch nicht in die Schweiz zurückkehren sondern meine Reise noch ein wenig fortsetzen möchte. Ein paar Wochen später sitze ich schon wieder auf dem Velo auf dem Weg in den Süden von Thailand und weiter nach Malaysien und Indonesien. Hier nehme ich die Fahrt nun viel gemütlicher als zuvor und verweile oft an einem der zahlreichen traumhaften Strände oder verbringe ein paar Tage mit Ausflügen zu Fuss im Dschungel, wo es immer viele Tiere und eigenartige Pflanzen zu entdecken gibt. Beim Schnorcheln erkunde ich gerne die farbenprächtige Unterwasserwelt und erst kurz vor dem Ende der Reise lasse ich mich dazu überzeugen, den Tauchkurs noch zu absolvieren. Während dieser Zeit komme ich plötzlich an den Punkt wo ich merke, dass es Zeit wird meine Reise zu beenden und nach Hause zurück zu kehren. Dieser Entscheid kommt recht kurzfristig und ist noch dadurch beschleunigt worden, dass ich eine Weile krank bin und wegen Verdachts auf eine unschöne Tropenkrankheit für einen genaueren Untersuch nach Bangkok fliegen will. Gleichzeitig ist auch meine Motivation für die Weiterreise stark gesunken und so kehre ich ganz nach Hause zurück.
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