Wollte mich eigentlich schon laenger wieder
mal melden, doch ich sitze in
letzter zeit so selten an einem computer! das wetter ist
mittlerweile einfach
zu schoen und warm, um drinnen zu sein; viel lieber
verbringen wir unsere
zeit draussen in der natur (oder im auto...).
so haben wir in den vergangenen wochen wieder einiges
unternommen. die meiste
zeit verbrachten wir nochmals an der kueste noerdlich von
vancouver, wo
wir frueher schon gewesen sind. es gefiel uns einfach sehr
gut da, und irgendwie
mussten wir den vergangenen monat verbringen, bevor wir nun
richtung norden
losgefahren sind.
erst mal gab es sehr viel regen in dieser region, die als
sunshine coast
bezeichnet wird und fuer entsprechend viel sonnenschein und
gutes wetter
bekannt ist. doch der fruehling ist entlang der kueste
allgemein sehr regnerisch,
wie wir oftmals zu hoeren bekamen, und so warteten wir fast
eine woche ab,
bis das wetter wenigstens einigermassen besserte. wir hatten
naemlich eine
mehrtaegige kanutour auf einem ausgedehnten fjord geplant,
und bei dauerregen
macht es einfach nur halb so viel spass... zudem wird der
wind in den engen
taelern, in die der fjord gezwaengt ist, schnell zu einem
problem.
doch schliesslich waren die bedingungen recht gut und wir
konnten endlich
lospaddeln in die wilde und recht bergige landschaft hinein.
meist wurden
wir von ein paar seehunden begleitet, die unserem kanu
lautlos folgten und
uns aufmerksam beobachteten. manchmal wurde es schon fast
unheimlich, staendig
so beobachtet zu werden...
auch entlang den felsigen ufern gab es viel meeresgetier zu
sehen. besonders
die farbenpraechtigen seesterne hatten es uns angetan, nebst
den fischen,
die sich oftmals schon fast um den koeder an meiner angel zu
streiten schienen...
so verbrachten wir fuenf tage auf dem wasser und genossen
die ruhe und vorallem
auch die abwechslung zum wandern. doch schon als naechstes
unternahmen wir
wieder eine wanderung, die ein paar tage dauerte, diesmal
bei sonnenschein
und teilweise schon fast heissem wetter. meist folgte der
weg der kueste,
zumindest wo es wegen den vielen felsklippen moeglich war,
und zwischendurch
gab es einige schoene straende zum campen. wir lebten sehr
luxurioes
auf dieser wanderung, denn die straende waren meist
uebersaet mit austern
und anderen muscheln, von denen einige in unserem kochtopf
landeten. zudem
hatte ich einmal die gelegenheit, mit einem fischer hinaus
zu fahren und
seine krabbenfallen zu leeren. da der fang so gut gewesen
war, wurden wir
am abend gleich zu einem krabbendinner eingeladen. das war
vielleicht ein
genuss!
nach einem weiteren etwas unerfreulichen zwischenstopp in
vancouver fuhren
wir wieder ins landesinnere. unerfreulich deshalb, weil
eines nachts in unser
auto eingebrochen und einige dinge gestohlen worden sind.
glueklicherweise
hatten wir nicht viel darin gelassen, so dass der schaden
relativ gering
blieb. trotzdem war es muehsam, da wir eine fensterscheibe
und auch einige
der gestohlenen dinge ersetzen mussten.
so war es uns dann auch gleich, vorlaeufig das letzte mal in
vancouver gewesen
zu sein, bevor wir dann im september fuer den rueckflug
dorthin zurueckkehren
muessen. wir fahren jetzt gemuetlich durch einen teil des
landesinnern und
durch die rocky mountains, was eine sehenswuerdige und
spektakulaere fahrt
zu werden verspricht. zumindest sofern man den reisefuehrern
glauben darf
und wir von den alpen her nicht zu verwoehnt sind, was
berglandschaften anbelangt.
bin ja mal gespannt, wie es da wird, da man ueber diese
gegend (banff, lake
louise)immer so viel gutes hoert!
von da an geht es dann weiter richtung norden zum yukon
hinauf und schliesslich
etwa anfangs juni wollen wir dann nach alaska einreisen und
den sommer dort
oben verbringen. doch momentan lassen wir uns wahrscheinlich
besser noch
etwas zeit, da in den noerdlicheren landesteilen noch immer
winterliche kaelte
herrscht. auch in den rocky mountains sollen die
schneeverhaeltnisse zur
zeit besser sein als sie den ganzen winter ueber waren...
schade, dass wir
unsere wintersachen schon in vancouver deponiert haben!
dafuer hatten wir vor ein paar tagen eine gute gelegenheit,
um endlich mal
ein wenig klettern zu gehen. wir verbrachten einige tage in
squamish, einem
ort wo der highway vom meer her direkt in die berge hinein
fuehrt, und welcher
recht bekannt ist als eines der besten sportklettergebiete
in kanada. wirklich
guter ort, und unzaehlige moeglichkeiten zum klettern. zudem
war das wetter
gerade richtige schoen warm und daher ideal, um einige
routen zu probieren.
mittlerweile sind wir schon fast am fusse der rocky
mountains, und es ist
hier leider schon wieder spuerbar kuehler. meist liegt die
schneefallgrenze
nur einige hundert hoehenmeter weiter oben... und dabei
hatten wir uns schon
so ueber das sommerliche wetter gefreut! dafuer gibt es hier
keine moskitos
mehr, die vorher schon recht laestig geworden sind!
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